Mermaiding: Modetrend oder Sportart? Ratgeber

 

 

Mermaiding ist zwar kein absolut neuer Trend, allerdings sieht man derzeit vermehrt Mädchen und Frauen in Meerjungfrauenflossen in Schwimmbädern. Hierbei handelt es sich um eine Aktivität, die momentan in Deutschland einen regelrechten Boom erlebt. Und das ist nicht verwunderlich – denn spätestens seit dem Disney-Klassiker „Arielle“ träumen viele Frauen davon, selbst einmal für einen Tag eine Meerjungfrau sein zu können.

 

Mit Mermaiding lässt sich dieser Wunsch verwirklichen. Doch damit nicht genug: Auch als Fitness-Workout ist Mermaiding gar nicht einmal so ungeeignet. Denn natürlich bewegt man sich ständig im Wasser und verbrennt dabei auch Kalorien. Wir zeigen, ob es sich dabei lediglich um einen spaßigen Trend oder um eine ernstzunehmende Sportart handelt.

 

Mermaiding: Was ist das genau?

 

Tatsächlich handelt es sich beim Mermaiding nicht etwa um einen Trend aus den USA, sondern aus Deutschland. Angefangen hat alles mit einem Unternehmen, das spezielle Schwanzflossen herstellt, die über den Unterkörper gezogen werden – so dass man damit wie eine Meerjungfrau aussieht. Diese Flossen verpacken die Füße und Beine in ihrem Innern und reichen bis nach oben zur Hüfte.

 

Das Tolle daran: Man behält auch während des Tragens seine Beweglichkeit und kann somit agil durch das Wasser schwimmen. Inzwischen gibt es in ganz Deutschland entsprechende Kurse, so dass man sich noch nicht einmal eine eigene Schwanzflosse kaufen muss, wenn man den Trend einmal selbst ausprobieren möchte.

 

Ist Mermaiding eine Sportart oder nur ein Trend?

 

Natürlich ist jede Form von Bewegung gut für die Figur. Denn wenn man sich korrekt mit der Schwanzflosse durch das Wasser fortbewegt – wozu etwas Übung gehört – werden sowohl die Bein- als auch die Bauchmuskulatur trainiert, ebenfalls werden Kalorien verbrannt. Trotzdem bleibt die Frage, ob Mermaiding tatsächlich ein ernstzunehmendes Workout ist, das andere Sportarten ersetzen kann. Leider hält sich der Kalorienverbrauch beim Mermaiding etwas in Grenzen: Im Vergleich zu Joggen, richtigem Schwimmen, Inline-Skating und anderen Ausdauersportarten verbrennt Mermaiding nur einen Bruchteil der Kalorien.

 

 

Wer also wirklich etwas für seine Figur tun möchte, sollte nicht allzu viel vom Meerjungfrauen-Trend erwarten. Allerdings kann das Training dennoch eine tolle und gleichzeitig wohltuende Ergänzung zu einem bestehenden Workout-Plan darstellen. Lediglich als alleiniges Workout ist das Schwimmen mit einer Meerjungfrauenflosse nicht sonderlich effektiv für den Gewichtsverlust. Somit steht der Erfüllung des Mädchentraums nichts im Wege: Wer schon immer von Meerjungfrauen und ihrer anmutigen Bewegung durch das Wasser fasziniert war, für den ist dieser Trend ganz sicher einen Versuch wert. Spaß bringt das Schwimmen mit der Flosse allemal – egal, ob man 15, 25 oder 45 Jahre alt ist.

 

Wo kann man Mermaiding selbst ausprobieren?

 

Das Angebot an Kursen für Mermaiding wächst stetig. Mittlerweile gibt es in Deutschland zahlreiche Städte, in denen man an entsprechenden Events teilnehmen kann. Oft handelt es sich dabei um eintägige Workshops, in denen man gemeinsam mit einer Traininerin lernt, wie man sich mit der Flosse im Wasser fortbewegt. Es gibt sogar in einigen Ländern ganze Schulen, welche das Schwimmen mit der Meerjungfrauenflosse lehren, was bislang in Deutschland eher die Ausnahme ist. Am besten ist es, sich im Internet danach umzusehen, welche Angebote es in der eigenen Region gibt.

 

Wie geeignet ist Mermaiding für Männer?

 

Viele Männer denken, das Schwimmen mit einer Meerjungfrauenflosse ist nur etwas für Frauen, da es sich dabei natürlich um einen klassischen Mädchentraum handelt. Allerdings gibt es in Deutschland auch für Jungs und Männer entsprechende Kurse, bei denen man eine Flosse ausgeliehen bekommt und etwa zwei bis drei Stunden lang damit trainiert. Möchte man seine Bauchmuskeln effektiv stärken, kann dieses Training eine gute Ergänzung zum konventionellen Krafttraining darstellen.

 

Können auch Kinder den Trend ausprobieren?

 

Selbstverständlich haben vor allem Kinder Spaß daran, sich eine Meerjungfrauenflosse überzuziehen und damit durch das Wasser zu paddeln. Wichtig ist dabei, dass das Kind sicher schwimmen kann – und stets unter Beaufsichtigung Erwachsener im Wasser ist. Am besten ist es daher, für sein Kind einen speziellen Kurs für die jeweilige Altersklasse zu buchen.

 

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